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Kunstausstellung : Starke Frauen

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10F2, 10F3 und 10L5 haben sich mit der leitenden Lehrkraft Frau Ippisch im Kunstunterricht selbstständig eine weibliche Person ausgewählt, der sie durch ein malerisches oder collagiertes Porträt ihren persönlichen Respekt zollen wollten. Die Ausstellung, die vom 18. Januar bis zu 21. Februar 2026 besucht werden kann, zeigt die gelungenen Porträts der zum Teil berühmten weiblichen Persönlichkeiten aus den Bereichen Film, Wissenschaft, Forschung, Musik, Bildende Kunst, Literatur und Geschichte.
Überzeugt euch selbst und lasst euch ein auf kreative Kunstwerke, die außergewöhnliche Frauen würdigen und zeigen, dass Stärke viele Gesichter haben kann: leise oder laut, sichtbar oder unscheinbar.
Details zur Entstehung der Bilder
Zum Themenvorlauf:

Zum vorgeschriebenen Themenbereich Menschendarstellung haben sich die Schüler:innen der 10. Klasse selbstständig eine weibliche Person ausgewählt, der sie durch ein malerisches oder collagiertes Porträt huldigen wollten. Zur Inspiration lagen mehrere Bücher aus der Schulbibliothek zu diesem Thema vor (u.a. Power women – geniale Ideen mutiger Frauen). Die Schüler:innen entschieden sich für berühmte weibliche Persönlichkeiten aus den Bereichen Film, Wissenschaft, Forschung, Musik, Bildende Kunst, Literatur und Geschichte, aber auch für unbekanntere Frauen aus diesen Themengebieten, die sie für bildwürdig erklärten und ihnen eine künstlerische Hommage widmen wollten. So sind neben geläufigen Namen wie z.B. Anne Frank, Frida Kahlo, Sophie Scholl, Astrid Lindgren mit ihrer starken Heldin Pippi Langstrumpf oder Marie Curie auch Frauen zu finden wie z.B. Mildred Harnack (geb. Fish). Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin wurde im zweiten Weltkrieg in Deutschland zu einer Schlüsselfigur im Widerstand. Aufgrund dessen wurde Harnack als einzige amerikanische Frau auf direkten Befehl Adolf Hitlers im Jahr 1943 hingerichtet und gilt heute als eine der bedeutendsten Frauen des deutschen Widerstandes.

Als Vorlage für die malerischen Porträts dienten den Schüler.innen Schwarz-Weiß-Abbildungen der gewählten Persönlichkeiten. Diese wurden mithilfe eines Bleistifts bearbeitet, um die verschiedenen Graunuancen voneinander abzugrenzen sowie die Vorlage wie bei einem „Malen nach Zahlen“-Bild zu vereinfachen. Die so entstandene Tontrennung wurde im nächsten Schritt direkt auf der Vorlage mit Farbe bearbeitet oder auf ein Blankoblatt übertragen. Ein selbstgewählter Farbton wurde lediglich mit Weiß aufgehellt und für hellere Partien sowie Lichtreflexionen eingesetzt, während die dunkleren Bereiche der Abbildung in einer Mischung mit Schwarz ausgeführt wurden. Trotz der starken Vereinfachung der Gesichtspartien entstanden auf diese Weise plastische malerische Versionen in ausdrucksstarken Farbklängen, die die wesentlichen Gesichtszüge der Porträtierten entdecken lassen.

Zum Plakat:

Das Plakat zur Ausstellung Starke Frauen zeigt ein malerisches Porträt mit Collageelementen der bekannten mexikanischen Malerin Frida Kahlo, die als Ikone der Selbstbestimmung und der inneren Stärke gesehen werden kann. Gezeichnet von den Folgen einer Kinderlähmung und eines schweren Busunfalls sowie damit verbundenen zahlreichen Operationen entwickelte Kahlo ihre eigene künstlerische Bildsprache, um ihr Leiden, ihre Scherzen und Entbehrungen zu verarbeiten. In ihren zahlreichen Selbstporträts präsentiert sich die Künstlerin verletzlich und kraftvoll zugleich und beweist dem Betrachter, dass ihr Schicksal eine enorme Quelle kreativer Kraft in sich birgt: „Ich bin nicht krank. Ich bin gebrochen. Aber ich bin froh, so lange zu leben, wie ich malen kann.“ Die Künstlerin malte mithilfe einer speziellen Staffelei, die sie auch im Bett benutzen konnte, im Liegen bis zu ihrem viel zu frühen Tod mit 47 Jahren.

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