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Geschichte

Aufgaben und Ziele

Geschichte begegnet uns überall: in der eigenen Familie, am Wohnort, in der Literatur, in den Nachrichten, selbst in täglichen Gesprächen spielt immer die Lebensgeschichte jedes Einzelnen mit. Man schaue nur einmal rund ums Hölty-Gymnasium: da gibt es nicht nur unser historisches Gebäude, sondern auch die Germania vor der Schule, das neue Mahnmal für die Brüder Lazarus, die „Stufen eines Leidensweges“, die Straßennamen…
Nicht jede erzählte Geschichte eignet sich für den Geschichtsunterricht – obwohl viele das Potenzial dazu haben, etwas über das Alltagsleben auszusagen und so zu einer Quelle zu werden. Quellen sind die Grundlage unseres Wissens von der Vergangenheit, ohne Quellen kann die Vergangenheit nicht rekonstruiert und gedeutet werden. Bei der Arbeit mit Quellen ist die Beherrschung der Quellenanalyse und -interpretation von zentraler Bedeutung.
Aber auch die Interpretation und Beurteilung historischer Sachverhalte und Entwicklungen gehört zu den Aufgaben des Geschichtsunterrichts. Dabei kann man sich an Darstellungen und Urteilen von Generationen von Historikern orientieren oder sich kritisch damit auseinandersetzen.

Das Fach Geschichte versetzt SchülerInnen in die Lage, sich in der Geschichte zu orientieren und und diese zu deuten und kritisch zu beurteilen. Es thematisiert dabei kulturelle Phänomene in ihrer Vielfalt und Probleme der nachhaltigen Entwicklung. Dadurch trägt es dazu bei, wechselseitige Abhängigkeiten zu erkennen und Wertmaßstäbe für eigenes Handeln sowie ein Verständnis für gesellschaftliche Entscheidungen zu entwickeln. Zugleich schult es die Urteils- und Handlungskompetenz der SchülerInnen.

Inhalte und Themen im Sekundarbereich I

Der Geschichtsunterricht in den Jahrgängen 5 – 10 ist geprägt vom sogenannten „chronologischen Durchgang“ durch die Geschichte. Angefangen von der menschlichen Frühzeit bis hin zu den aktuellen Phänomenen der Globalisierung soll so den SchülerInnen ein historisches Grundgerüst zur Orientierung an die Hand gegeben werden, um einzelne Themenbereiche dann im Sekundarbereich II zu vertiefen.

JahrgangWochenstundenThemen
5–62 / 2Frühzeit, Hochkulturen, Griechenland und Rom, Mittelalter
7–81* / 1*Frühe Neuzeit, Zeitalter der bürgerlichen Revolutionen, industrielle
9–101* / 2Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus und
Zweiter Weltkrieg, bipolare Welt nach 1945, Entwicklung seit 1989

* Unterricht wird epochal erteilt.

Kontrolle des Lernerfolgs und Leistungsbewertung
Geschichtsunterricht lebt in der Hauptsache von der mündlichen Beteiligung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Es wird eine schriftliche Klassenarbeit pro Halbjahr angefertigt. Zur Bewertung wird auch die Geschichtsmappe herangezogen. Die regelmäßige Anfertigung von Hausaufgaben wird erwartet. Dies geschieht zumeist in schriftlicher Form. Das Verhältnis von mündlicher und schriftlicher Arbeit für die Notenfindung ist 2:1.

Lehrbücher
Derzeit wird aufsteigend das neue Lehrbuch „Geschichte und Geschehen“ aus dem Klett-Verlag eingeführt.

Inhalte und Themen im Sekundarbereich II

Das seit dem Schuljahr 2011/12 für die Jahrgänge 11 und 12 geltende Kerncurriculum (KC) wurde für die Wiedereinführung von G9 leicht modifiziert. Es handelt sich um eine Modulkonzeption. Im Kerncurriculum (KC) wird nach Kern-, Wahlpflicht- und Wahlmodulen unterschieden. Jeweils das Kern- sowie ein von Jahr zu Jahr vom Kultusministerium neu zu bestimmendes Wahlpflichtmodul bilden die verpflichtende Semestergrundlage für die zentral gestellten Aufgaben. Daneben soll in den Kursen auf erhöhtem Anforderungsniveau wenigstens ein weiteres Modul pro Semester bearbeitet werden. Diese weiteren Wahlmodule werden von der Fachkonferenz Geschichte bestimmt.

In der Einführungsphase findet der Unterricht mit zwei Wochenstunden im Klassenverband statt, in der Qualifikationsphase wird zwischen erhöhtem Anforderungsniveau (5 Wochenstunden), grundlegendem Anforderungsniveau (3 Wochenstunden) und Ergänzungskursen (3 Wochenstunden).

Alle vier Semester sind abiturrelevant. Die Rahmenthemen, die Kern- und die Wahlpflichtmodule für die jeweiligen Abiturjahrgänge werden auf den Seiten des niedersächsischen Kultusministeriums veröffentlicht (siehe dortige „Hinweise zum Abitur“).

SemesterRahmenthemaBeispiele möglicher Themenmodule
E1Die Welt im 15. und 16. Jahrhundert
– eine Zeitenwende?
Der Beginn der Europäisierung der Welt
Handelshäuser und Handelsmächte
E2Vom 20. ins 21. Jahrhundert –
eine Zeitenwende?
Afghanistan in der globalen Interessenpolitik
Der „11. September 2001“ – ein
Wendepunkt der Geschichte?
Q1Krisen, Umbrüche und RevolutionenDie Krise des späten Mittelalters im 14./15.
Jahrhundert
Die russischen Revolutionen von 1917
Q2Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse
in der Geschichte
Spanischer Kolonialismus
Urbanisierung im 19. Jahrhundert
Q3Wurzeln unserer IdentitätNationalstaatsbildung im Vergleich
Nationalsozialismus und deutsches
Selbstverständnis
Q4Geschichts- und ErinnerungskulturMythen
Rezeption des Mittelalters

Kontrolle des Lernerfolgs und Leistungsbewertung

Für den Geschichtsunterricht in der Qualifikationsphase gehen die mündliche und schriftliche Leistung in den Kursen, in denen im Semester zwei Klausuren geschrieben werden, zu gleichen Teilen ein (das Mündliche und Schriftliche im Verhältnis 1:1).
In den Semestern, in denen nur eine Klausur geschrieben wird, werden mündliche und schriftliche Leistung im Verhältnis 2:1 gewertet. Eine regelmäßige Anfertigung der Hausaufgaben wird erwartet, mögliche Referate gehen in die mündliche Note ein.

Lehrbücher

Für die Jahrgänge 12 und 13 werden laufend neue Lehrbücher nach dem oben beschriebenen Modulkonzept von den Schulbuchverlagen entwickelt. Die anzuschaffenden Themenhefte werden zu Beginn des Schulhalbjahres von den FachlehrerInneN bekannt gegeben

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